
Anfangs war nicht alles Gold, was glänzt.
Wer unseren Weg kennt – oder den letzten Blogbeitrag gelesen hat – weiß: Medál und ich hatten unsere schwierigen Zeiten. Es gab Momente voller Unsicherheit, in denen wir einander fremd waren, in denen mehr Fragen, als Antworten zwischen uns standen. Doch genau in diesen Momenten liegt oft der Anfang einer tiefen Verbindung.
Durch gemeinsame Ausritte, Reitstunden und viele kleine stille Begegnungen durften wir weiter zusammenwachsen – Schritt für Schritt, Atemzug für Atemzug. Unsere Verbindung wird tiefer, echter, vertrauter.
Medál ist weit mehr als nur mein Pferd. Er ist mein Spiegel, mein Lehrer, mein Goldjunge. Er bringt mich immer wieder zurück auf den Boden der Tatsachen, erinnert mich an das, was im Trubel des Alltags leicht verloren geht: Erdung, Vertrauen in mich selbst und die Wichtigkeit, mir Zeit für mich zu nehmen.
Und bei all dem ist da auch Lauser – mein Seelenpferd. Unvergessen. Unersetzlich. Medál füllt seine Hufspuren nicht aus, aber er geht seinen ganz eigenen Weg an meiner Seite. Er ist ein Geschenk – genau richtig für das, was jetzt wichtig ist: die Balance zwischen zu viel und zu wenig Aufmerksamkeit, zwischen Nähe und Freiheit, zwischen Tun und Sein.
Ich bin dankbar, dass wir diesen Weg gemeinsam gehen dürfen und gespannt auf alles, was noch vor uns liegt.